ORNITO Männerschmuck
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Aalleder: Leder der Inger-Aals, Speisefisch. Länge zwischen 30 cm und 60 cm, Breite ca. 4 cm. Herkunft: Küsten von Japan, Taiwan, Südkorea. Da das Aalleder sehr dünn und weich ist wurde dieses Leder um die Jahrhundertwende in Deutschland Schuhe, Handschuhe, Geldbörsen und kleine Taschen von Feintäschnern sehr gerne verwendet. Es zeichnet sich durch eine sehr hohe Strapazierfähigkeit und sehr gute Einfärbbarkeit aus. Bei einem Rückenschnitt ist in der Mitte des Lederstreifens der charakteristische Bauch in seiner geriffelten Struktur zu erkennen.

Anilinleder: Naturbelassenes Leder, das mit umweltfreundlichen und wasserlöslichen Farbstoffen behandelt ist. Es bleibt daher atmungsaktiv, da die Hautporen durch den Farbauftrag nicht verschlossen sind. Hochwertiges Leder mit warmen, weichen Griff. 

Archetyp: In der Psychologie auch Urbilder menschlicher Vorstellungsmuster die unterbewusst das Bewusstsein prägen. Im Design ist der Archetyp eine Urform von der aus neue auch wegweisende Formen entstehen und weitere Erscheinungsformen beeinflussen. Rückschlüsse sind immer auf diesen Archetypus zu führen.

Ashanti: Auch Asante genannt. Ethnie lebend in Ghana. Leisteten grossen Widerstand im Kampf gegen die Kolonialisierung der Europäer. Bekannt sind die Ashanti durch ihre reichen Goldfunde. In Sammlerkreisen sind die streng geometrisch gestalteten Goldgewichte aus Messing sehr begehrt. Die Gewichte, die in einer Waagschale angewendet wurden, zeigen vielfältige Formen und Ornamente, über 60 verschiedene Gewichsteinheiten sind bekannt und entsprachen denen der islamischen und europäischen Gewichtseinheiten.

 

Bambuskoralle: Korallenart im Aussehen eines Bambusstammes in hellgrauer bis hellgrüner Farbe. Gefunden an den asiatischen Küsten des Pazifischen Ozeans. Die Bambuskoralle wird aufgrund ihres hohen Vorkommens als Ersatz für artengeschützte Korallen verwendet. Sie verfügt über sehr gute Einfärbbarkeit und zeigt weniger Trageempfindlichkeit als verwandte Sorten.

Beutler: Der Beutler ist ein Handwerker, der zur Gruppe der Feintäschner, Gerber, Kürschner, Riemer, Sattler, Säckler und Schuster zählt. Zu Zeiten des Mittelalters stellte dieser Beutel, wie Tabakbeutel, aus feinem Leder her. Der Beutler steht zum Säckler, wie der Feintäschner zum Täschner.

Bronze: Legierung von Kupfer (90 Anteile) und Zinn (10 Anteile). Im 3. Jahrhundert vor Christus begannen die Menschen mit Bronze zu arbeiten. Schmuckstücke und Fibeln enstanden, ebenso Münzen, Gewichte und Pfeilspitzen. Bis heute werden Objekte wie Glocken, Musikinstrumente, Maschinenteile und Kunstgegenstände aus Bronze gefertigt. Bei unikaten Arbeiten spricht man von der "verlorenen Form". Hier wird ein Modell in Wachs gefertigt, durch das Gussverfahren entsteht dann diese Abbildung in Bronze, die ursprüngliche Form bleibt nicht erhalten. In Westafrika werden heute noch viele Arbeiten im Gelbgussverfahren hergestellt.

 

Catfish: siehe Welsleder

Chromgerbung: Gerbung von rohen Tierhäuten mit Hilfe von Mineralsalzen.

Chelizeren: Chelizeren sind Beissfangzähne der Vogelspinne. Diese führen hohle Kanäle zum injizieren des Giftes.

Cycloseris: Diese Pilzkoralle gehört zu den Steinkorallen. Im Gegensatz zu den festgewachsenen Korallen ist die Cycloseris ein frei im Meer bewegender Einzelpolyp. Für die Genforschung ist diese Koralle von grossem Interesse, da sie über das höchste Regenerationsvermögen bei Lebewesen besitzt. Abgebrochene Stücke dieser fragilen Koralle wachsen zu 100 % nach und aus dem abgebrochenen Stück entsteht wieder eine komplett neue und identische Lebensform.

 

Daruma: Begründer und erster Patriarch des Zen-Buddhismus. Meist dargestellt in (roter) Robe, die über den Kopf gezogen hat, mit stoppligem Bart, behaarter Brust, großen Ohrringen sowie einem Priesterwedel (hossu). Gerne auch als Stehaufmännchen ohne Arme und Beine dargestellt, dann genannt okiagari Daruma oder mit Spitzname „O-ashi no nai“ („Ohne ehrenwerte Beine“), was auch bedeuten kann „ohne ehrenwertes Geld“, da ashi auch „Geld“ bedeuten kann. Schneemänner heißen in Japan yuki daruma.

Denar: Bezeichnung einer massiven Silbermünze der römischen Antike. Charakteristisch sind stark herausstehende Portraits der derzeitigen Herrscher. Sind meist mit wenig Patina versehen, da der Feingehalt des Silbers sehr hoch ist. Jedoch sind die Münzen dadurch auch sehr weich. Sehr detaillierte Darstellungen sind heute noch in vorzüglichen Prägebildern sehr gut sichtbar.

Diokletian: Römischer Kaiser von 284 – 305 n. Chr.. Reformierte in seiner Herrschaft das Verwaltungswesen, das Währungssystem und das Provinzialwesen. Führte ebenfalls das Herrschermodell der Tetrachie ein.

Dogon: Afrikanische Volksgruppe in Westafrika und im Osten von semipräsidialen Republik Mali. Neben sehr ausdrucksstarken Masken und Statuen ist die Handwerkskunst der Dogon auch bekannt für Guss und Schmiedearbeiten. Im Besonderen sind hier das Spalten und Tordieren zu nennen. Sehr aufwändige Darstellungen, am bekanntesten sind die die Reiterfiguren, finden grosses Interesse bei Kunstsammlern.

 

Elagabalus: Späterer Name von Elagabal (204 n. Chr. Bis 222 n. Chr.), der von einem von ihm verehrtem Gott stammt. Elagabal nannte sich als römischer Kaiser Marcus Aurelius Antonius.

 

Feintäschner: Handwerklicher Beruf, auch Portefeuiller genannt. Der Feintäschner fertig aus feinen und dünnen Lederarten wie Aalleder, Froschleder und Schlangenleder Portemonnaie, Brieftaschen, Etuis und kleine Handtaschen. Populärer Beruf im Offenbacher Raum.

Follis: Der römische Kaiser Diokletian führte um 294 im Rahmen einer Währungsreform die römische Münze Follis ein. Im Gegensatz zu dem kleinen Denar kann der Follis einen Durchmesser bis zu 30 mm haben und wurde hauptsächlich ich in Bronze gestanzt.

 

Gehärtetes Silber: Silberlegierung in einer fertigen Form verarbeitet wird erhitzt und schnell abgekühlt. Durch die Verschiebung des Atomgitters und deren Neuordnung erhält das Silber nun eine bedeutend höhere Festigkeit als vorher.

Gelbguss: Bezeichnung für ein Wachsausschmelzverfahren unter Verwendung von gelbleuchtenden Messing. Diese alte Technik wird heute noch von Senufo und den Ashanti meisterlich in Form von Masken und Statuen angewandt.

Gerbung: Der Einsatz von Gerbstoffen stabilisieren das Hautgefüge von rohen Tierhäuten (ohne Haare) um haltbares und strapazierfähiges Leder herzustellen. Bei der Gerbung von Tierhäuten mit Haaren spricht man von der Zurichtung. Arbeitsschritte sind das Einweichen, Enthaaren, Auflockerung des Hautfasergefüges, Entfleischen, Spalten, Entkalkung, Enzymatische Beize, Entfettung, Gerbung, Entwässern, Trocknen, Färben und Ausrüstung.

 

Haute Couture: Als Haute Couture wird die Pariser hohe Schneiderkunst beschrieben und darf auch nur dort diese Bezeichnung tragen. Das Chambre Syndicale de la Couture Parisienne prüft jede Saison, ob ein Designer zu einem Defilée zugelassen wird. Neben dem Talent und dem Können müssen zum Beispiel mindestens 20 Vollzeitbeschäftigte mit entsprechender Ausbildung eingestellt sein, die ein Kleid in Handarbeit unter Berücksichtigung der aufwendigsten Verarbeitung, wie Besticken, erschaffen. Als Begründer gilt Charles Frederick Worth.

Hochdruckgussverfahren: Legierungen werden mit einem Druck von 2 bar mit Hilfe einer Zentrifuge in entsprechenden Formen gegossen. Man arbeitet mit höheren Temperaturen als bei einem normalen Guss. Detailgetreue Wiedergabe eines Objektes auf 1/100stel Millimeter.

Hotei: Chinesisch Budai, übersetzt „Leinensack“: exzentrischer chinesischer Mönch des 9. Jahrhunderts, scherte sich nicht um Konventionen und zog durchs Land mit wenig Besitztümern. Er ist die Personifizierung des Nichtfesthaltens, dies ist Basis seiner Sorglosigkeit, die ihn beliebt bei Kindern macht. Dargestellt als barfüßiger Mönch mit rasiertem Kopf, dicken Ohrläppchen und Bartstoppeln, rundem Gesicht, oft nachlässig gebundenem Gewand. Attribute: Sack mit Besitztümern, manchmal ein Blattfächer und ein knorriger Wanderstab. Nach Aufnahme unter Glücksgötter wurde der Sack als mit wertvollen Gegenständen gefüllt aufgefaßt. Er ist die verkörperte Freundlichkeit und Inbegriff reicher Behaglichkeit.

Heiliger Rock: Leibrock Jesu der in einem Stück ohne Naht gewebt wurde. Flavia Helena Augusta, Konstantins Mutter, brachte den Heiligen Rock nach Trier. Urkundlich wurde das Gewand Jesu erstmals 1196 beschrieben. Heute eine der wichtigsten Reliquien der katholischen Kirche. Der Heilige Rock wird in einer Kapelle im Trierer Dom aufbewahrt und nur zur Heilig Rock Wallfahrt ausgestellt. Die nächste Wallfahrt findet 2012 statt.

 

Juglan Nuss: Auch Schwarznuss genannt, gehört zu der Gruppe der Walnüsse. Interessant ist bei diesen Steinfrüchten das Innenleben. In verwinkelten und in sich verschlungenen Kammer sitzt das essbare Fruchtfleisch, ausgehöhlt finden sich im Längs- und Querschnitt phantasievolle Binnenformen.

 

Känguruleder: Leder des Kängurus zeichnet sich durch hohe Reissfestigkeit aus. Ist auch dünn geschnitten immer noch strapazierfähiger als Rindleder. Es zeichnet sich weiterhin durch seine Leichtigkeit und Weichheit aus, wird aus diesen gründen auch häufig in Sportschuhen verwendet. Nässeunempfindlich.

Karabinerhaken: Haken mit einem Verschluss, auch Schnapper genannt. Ein geschlossener Ring entsteht und das eingehangene Seil, Öse oder die Kette ist darin gehalten.

Kautschuk: Milchsaft eines Kautschukbaumes. Auch als Latex oder Gummi bezeichnet. Erhält durch Vulkanisieren seine Elastizität.

Keilschrift: Sumerische Bilderschrift die keilförmig in Lehm- und Tontafeln mit Schreibgriffeln oder eckigen Holzstücken gedrückt wurde. Erste Funde gehen auf das Jahr 3000 v. Chr. zurück.

Kernleder: Robustes und sehr hochwertiges Leder vom Rind. Zeichnet sich durch hohe Strapazierfähigkeit aus, wird daher auch für Artikel verwendet die stark durch Tragen beansprucht werden.

Knochennadel: Nadel aus einem Stück Tierknochen geschnitzt, bereits in der Steinzeit zum Handnähen von Bekleidung verwendet. Mardertiere wie Dachs, Steinmarder als auch männliche Katzen haben einen spitz zulaufenden Penisknochen. Dieser hat am unteren Schaftende eine Aussparung in Form einer Öse. Diese Knochen sind heute Trophäen bei Jägern, wurden aber auch als Knochennadel verwendet.

Konstantin: Römischer Kaiser, auch Konstantin der Grosse oder Konstantin I genannt. (275 – 337). Sohn von Constantuis Chlorus und Flavia Helena Augusta. Setzte 312 durch seine gewonnene Schlacht gegen Maximianus an der Milvischen Brücke die Herrscherform der Tetrarchie ab und wurde Alleinherrscher über das gesamte römische Reich. Führte in einer Währungsreform den Solidus ein.

 

Lachsleder: Natürlich gegerbtes Leder eines Lachses. Die Haut ist Abfall des Speisefisches und wurde erst im vergangenen Jahrhundert als sehr festes Leder erkannt. Nach Ablösung des Schuppenkleides wirkt die gegerbte Haut papierig und weich. Die Struktur und Maserung gleicht der einer Schlangenhaut.

Lederkette: Kette oder Riemen aus Leder mit dem Anspruch, dass das Leder geschmeidig, hautfreundlich und dennoch strapazierfähig und reissfest ist. Verwendung von Kernleder, aber auch in geflochtener Verarbeitung zu finden.

Legierung: Eine Legierung beschreibt die Kombination verschiedener Metalle die durch Zusammenschmelzen bessere Eigenschaften erhalten. Zum Beispiel ist Messing eine Legierung aus 63 Anteilen Kupfer und 37 Anteilen von Zink. Bronze, Sterlingsilber oder Weissgold sind ebenfalls Legierungen, die auch aus mehr als zwei Komponenten gemischt sein können.

 

Männerschmuck: Im Unterschied zu dem gediegenen Herrenschmuck, der hauptsächlich aus Uhren, Mannschettenknöpfen und Krawattennadeln besteht, ist der Männerschmuck ausdrucksstark und ist Zeichen der persönlichen Lebensgeschichte. Schmuck mit hohem Symbolgehalt, oft auch mit rituellem ethnischen Hintergund. Auch Erkennung und Zeichen einer gesellschaftlichen Richtung oder Bewegung. Die Surferbewegung hat zum Beispiel grossen Einfluss auf den Männerschmuck ausgeübt. Lederketten und Haifischzähne sind hier Ausdruck von Freiheit und Unabhängigkeit. Unsere heutige Zeit bietet einem alle Möglichkeiten, darum ist Männerschmuck besonders für Individualisten Ausdruck von Charakter, Persönlichkeit und Stil.

Maori: Bevölkerung Neuseelands. Neben Körpertätowierungen sind die Maori auch für ihren symbolträchtigen Schmuck aus Knochen bekannt. Geschnitzte Amulette in Form von Fischhaken oder in sich verschlungenen Ornamenten sind charakteristisch für die Maori. Die Surferbewegung nahm sich diesem Schmuck an und machte ihn populär.

Messing: Legierung von Kupfer (63 Anteile) und Zink (37 Anteile). Wurde schon im dritten Jahrtausend von den Babyloniern verarbeitet.

 

Navette: Schliffform bei Edelsteinen, auch Zweispitzschliff oder „Hamburger Schiffchen“ genannt. Elliptische Form die an den beiden Enden spitz zuläuft.

Netsuke: Netsuke sind kleine japanische Glücksbringer aus Elfenbein, Bein oder edlem Holz wie Buchsbaum und werden am Gürtel getragen. Dargestellt werden Figuren oder auch Situationen mit hohem Symbolgehalt, auch humorvolle und erotische Darstellungen. Meist verbunden mit einer Anweisung zu einem besseren glücklicheren Leben.

Numismatiker: Der Numismatiker beschäftigt sich mit der Geschichte der Münzen, der Numismatik. Er beschreibt und dokumentiert Münzen auf wissenschaftlicher Basis und gibt Expertisen zu Münzen.

 

Orongo: Vogelgott der Osterinseln. Auf Petroglyphen (Felszeichnungen) von ehemaligen Kultstätten sind zoomorphe Mischwesen aus Mensch und Vogel (Fregattvogel) dargestellt.

 

Paraiba Turmalin: Turmalin benannt nach dem Bundesstaat Brasilien im Nordosten des Landes. Der Paraiba Turmalin zeichnet sich durch eine besonders faszinierende grün-blaue Farbigkeit aus. Dieser Stein wird nur in einer Mine gefunden und ist sehr selten.

Pfeilschwanzkrebs: Ein Spinnentier welches seine Form seit 400 Millionen Jahren nicht verändert hat. Wird auch als Archetyp oder lebendes Fossil bezeichnet. Lebt an der östlichen Küste Nordamerikas, eine grössere Lebensform, bis zu 80 cm lang, lebt an den Küsten Indonesiens. Der Vorderkörper ist hufeisenförmig, im Englischen wird er als horseshoe crab bezeichnet, der Hinterkörper endet mit einem Schwanzstachel. Sie besitzen zwei Facettenaugen, und haben, wie Spinnen auch, vier Beine und Chelizeren.

Plumassier: Auch Federschmücker genannt. Verarbeitet Schmuckfedern zu dekorativen Beiwerk an Bekleidung und Kopfschmuck. Vor dem Rokoko verarbeiteten die Plumassier Daunenfedern zu Bettdecken oder Federbälge wurden als wärmendes Futter auf Links gezogen in Holzschuhe gesteckt. Am Hof von Versailles verzierten die Plumassier dann Bekleidung, Perücken, Hüte und Wandbehänge zu dekorativen Zwecken. Heute arbeitet der Federschmücker nur noch in der Haute Couture in Paris. Eine herausragende Arbeit des Plumassiers findet sich im Federzimmer August des Starken im Schloss Moritzburg.

Portefeuiller: siehe Feintäschner

Prägebild: Darstellung auf einer Münze, das durch einstanzen oder Prägen entsteht. Für Sammler antiker Münzen ist das Prägebild entscheidend für den Wert des Objektes. Je detaillgenauer die Darstellung, desto höher der Wert. Besonders gute Prägungen sind meist prägefrisch und waren nicht im Umlauf, man spricht dann von einem vorzüglichen Prägebild.

 
Replik: Replikat oder auch Replika genannt. Objekt welches in originaler Technik nachgebildet (reproduziert) wird. Repliken sind immer als Reproduktion beschrieben und markiert, es handelt sich nicht um eine Fälschung.
 
Riemer: Handwerklicher Beruf im Mittelalter. Leder wurde zu Gürtel, Gurte, Geschirre für Pferde und Schnüre verarbeitet. Wird heute nicht mehr im Verzeichnis der Handwerke geführt.
 
Rochen: Knorpelfisch mit abgeflachtem Körper. Eine Art ist der Stachelrochen, ein Speisefisch, dessen Haut ein sehr strapazierfähiges mit kleinen Knorpel besetzten Leder gibt. Der bis zu 20 cm lange Stachel hat auf zwei Seiten tödliche Widerhaken.
 
Rotbronze: Auch Rotguss genannt. Legierung enthält ca. 90 Anteile Kupfer und 10 Anteile Zink. Im Gegensatz zur Bronze ist die Rotbronze kupferfarben und durch Zink härter.
 
Rubellit: Turmalin in allen Rottönungen. Härtegrad 7 bis 7,5. Lange Kristallform mit dreieckigem Querschnitt. Vorkommen heute in Brasilien und Madagaskar.
 
 
 
Säckler: Der Säckler verarbeitet grobes und dickes Leder zu strapazierfähigen Säcken und Beutel, die u.a. im Bergbau eingesetzt wurden.
 
Sand Dollar: Stachelhäuter der zu der Gruppe der Seeigel zählt. Das Skelett besteht aus sehr fragilen Kalkplättchen.
 
Sattler: Handwerker der aus Leder Gegenstände herstellt die im Umgang mit Tieren verwendet werden. Dazu gehört die Herstellung von Sättel, Zaumzeug, Kummet oder Geschirr. Ebenfalls arbeitet der Sattler Ausstattungen aus Leder für Autos und Boote. Die Verarbeitung ist darauf ausgelegt extremer Beanspruchung stand zu halten.
 
Sea Cookie: Gehört zu der Gruppe der Seeigel. Wie der Sand Dollar auch leben diese Stachelhäuter an flachen Sandküsten aller tropischer Meere.
 
Seeschlange: Im Meer lebendes Reptil. Ca. 56 Arten dieser Giftnatter sind bekannt. Seeschlangen unterscheiden sich zu auf dem Land lebenden Schlangen durch eine abgeflachtes Schwanzende, reduzierte Anzahl von Bauchschuppen und einer im Mund liegenden Salzdrüse, die überschüssiges Salz ausscheidet. Das Leder der Seeschlange ist sehr fein, glatt und sehr strapazierfähig. Die in diesem Shop verarbeiten Leder stammen von der Lapemis hardwickii und Holmalopsis buccata aus Thailand. Beide Schlangenarten sind nicht geschützt, sie werden zusammen mit anderen Fischen als Nahrungsmittel gefangen. Die Schlangen werden nicht zwecks ihrer Haut gezüchtet.
 
Siliqua: Kleine römische Silbermünze, die zum goldenen Solidus in einem Verhältnis 1 zu 24 standen. Unter Konstantin zum ersten mal als Zahlungseinheit beschrieben. Der Name Siliqua stammt vom lateinischen siliqua graeca und bezeichnet das bohnenartige Samenkorn des Johannisbrotbaumes. Das Gewicht beträgt ca. 0,2 Gramm. Diese Gewichtseinheit wurde später im Diamanthandel übernommen, die Einheit hierfür beträgt 1 Karat.
 
Skarabäuskäfer: Auch Pillendreher genannt, gehört zur Gattung der Mistkäfer. Er rollt aus Dung eine Mistkugel, in die er seine Eier ablegt. Im alten Ägypten ein Symbol der Sonne und der Schöpfung. Darstellung auf Schmuck, Siegel und Statuen.
 
Solidus: Im Zuge einer Währungsreform führte um 310 n. Chr. der römische Kaiser Konstantin die Goldmünze Solidus ein. Über Jahrhunderte blieb der Geldwert des Solidus konstant. Das lateinische solidus steht für fest, wahrhaftig, beständig, zuverlässig. Worte wie Sold, solide, Soldat, Söldner, Saldo und solidarisch sind davon abgeleitet.
 
Sterlingsilber: Legierung besteht aus 92,5 % aus reinem Silber und 7,5 % aus anderen Metallen wie Kupfer und Zink. Namensherkunft aus dem britischen „Pfund Sterling“, die englischen Silberpennies waren aus dieser Legierung und wurden im Volksmund „Sterlinge“ genannt.
 
 
 
Tetrarchie: Der römische Kaiser Diokletian führte im Rahmen seiner Reformen 293 das Herrschermodell der Tetrarchie ein. Das Zeitalter des Prinzipats wurde damit abgelöst. Über das von seiner Grösse unüberschaubare römische Reich herrschten fortan zwei Seniorkaiser, die Augusti, und zwei Unterkaiser, die Caesares. Durch den Sieg Konstantin 312 über Maximianus in der Schlacht an der Milvischen Brücke wurde Konstantin zum Alleinherrscher und die Zeit der Tetrachie beendet.
 
Tonga-Ziege: Leder einer Ziege das durch den Gerbprozess schrumpft. Die Oberfläche zeigt dann eine rissige Struktur, die oft durch Prägen nachgeahmt wird. Ziegenleder ist so gut wie gar nicht dehnbar, originale Schrumpfziege hingegen ist ein wenig elastisch. Sehr edle und strapazierfähige Lederart, die im Bereich der Herrentaschen (Aktentaschen) ihren Einsatz findet.
 
 
Unikat: Beschreibt die Einzigartigkeit eines geschaffenen Objektes. Im Gegensatz zur Massenherstellung betont das Unikat seine Besonderheit in der einmaligen Ausführung. Wird ein Unikat reproduziert spricht man immer noch von der Anfertigung eines Unikates, da keine absolute Kopie des Unikates möglich ist. Ein unikates Kleid in der Pariser Haute Couture darf bis zu sieben Mal für unterschiedliche Kundinnen angefertigt werden und man spricht immer noch von einem unikaten Kleid.
 
 
Verlorene Form: siehe Wachsausschmelzverfahren
 
Vollleder: Gegerbtes Leder, dass nicht gespalten ist.
 
 
Wachsausschmelzverfahren: Ein Objekt wird auch Wachs modelliert und danach mit Ton ummantelt. Diese Form wird erhitzt, das Wachs fliesst durch eine Öffnung heraus und die entstandene Hohlform wird das flüssige Metall gegossen. Nach der Abkühlung wird der Ton abgeschlagen und das gegossene Metallobjekt weiterverarbeitet. Dieses Verfahren wird auch als Guss in verlorener Form bezeichnet, denn es entsteht ein Unikat und kann kein zweites Mal gegossen werden.
 
Welsleder: Leder vom Wels oder auch Waller, Knochenfisch. Das Welsleder zeichnet sind durch seine extrem hohe Strapazierfähigkeit aus. Die Haut besitzt keine Schuppen und ist sehr dünn zu verarbeiten. Die Oberfläche zeigt kleine Narbungen und ist glänzend.
 
 
Ziegenleder: Auch Chevreauleder genannt. Wird chromgegerbt und zeichnet sich durch hohe Formbeständigkeit und Reissfestigkeit aus.
 
Zurichtung: Wie bei dem Gerben von Leder, also rohe Tierhäute ohne Haare, werden in der Zurichtung rohe Tierhäute mit Haaren haltbar gemacht, wobei die natürliche Faserstruktur weitgehend erhalten bleibt. Durch Gerbung der haarbildenden Oberhaut, auch Epidermis genannt, wird das Haar im Leder gehalten.

 


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